Den Schlafsack richtig Waschen und Aufbewahren

Wie (und wie oft) wäscht und pflegt man und bewahrt man seinen Schlafsack am besten auf?

Der Schlafsack begleitet einen fast ein Leben lang outdoor. Sei es beim jährlichen Musikfestival, bei Kletterausflügen oder beim Camping. Daher ist es wichtig, dass Ihr wärmender Begleiter auch noch nach Jahren gut aussieht und seine Dienste tut. Mit der richtigen Pflege erhöhen Sie die Lebensdauer des Outdoor Produkts.

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Funktionsweise

Moderne Schlafsackmodelle sind entweder mit Kunstfasern oder Daunen gefüllt und werden von einer Kunstfaserhülle aus Polyester, Polyamid oder Nylon umgeben. Die luftige Füllung sorgt dafür, dass die Wärme zuverlässig gespeichert wird. Die eingeschlossene Luft erhöht die Dämmeigenschaften. Um wirklich warm zu halten, muss die Füllung auch noch nach Jahren weich und bauschig sein. Eine zusammengefallene Füllung ohne Zwischenräume vermindert die Funktionsfähigkeit des Schlafsacks. Feuchtigkeit und Schmutz können dem Produkt darüber hinaus zu schaffen machen.

Pflege

Der pflegliche Umgang beugt einem frühzeitigen Funktionsversagen vor. Spezielle Inlets schützen die Innenseite vor Verschmutzungen und Körperschweiß. Sie erhöhen zudem die Wärmeleistung des Schlafsacks. Hochwertige Inlets bestehen aus Naturmaterialien wie Seide oder Baumwolle. Die Inlets gibt es in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Schlafsackpassformen. Besonderer Vorteil: Der Innenschlafsack passt besser in die Waschmaschine und lässt sich leichter reinigen. An heißen Tagen kann der dünne Innenschlafsack als eigenständiger Sommerschlafsack benutzt werden. Von außen kann man den Schlafsack mit einem Biwaksack vor Nässe und Schmutz schützen. Die Außenhülle erhöht ebenfalls den Temperaturbereich des Schlafsacks.

Waschen

Der Schlafsack sollte nur im Bedarfsfall gewaschen werden. Moderne Schlafsäcke können getrost in der Waschmaschine gereinigt werden. Beachten Sie jedoch die Pflegehinweise auf dem Produkt. Das A und O beim Reinigen des Schlafsacks sind die richtigen Pflegemittel. Verzichten Sie auf Weichspüler und verwenden Sie möglichst milde Waschsubstanzen ohne Duftstoffe. Im Handel sind spezielle Waschmittel für Daunen erhältlich. Damit der Stoff wirklich sauber wird, sollte Ihre Maschine ein Fassungsvermögen von etwa 7 kg aufweisen. In kleineren Maschinen verteilt sich die Waschlauge bei voller Kapazität nur unregelmäßig und es kann zu Rückständen auf dem Stoff kommen. Schließen Sie alle Reißverschlüsse, bevor Sie den Schlafsack in die Maschine geben. Wählen Sie ein schonendes Waschprogramm, etwa das zur Feinwäsche, ein Vollwaschprogramm oder ein Handwäscheprogramm, sofern vorhanden. Die Schleuderzahl sollte maximal 800 Umdrehungen betragen. Weniger ist hier mehr. 

Trocknen

Am besten trocknet der Schlafsack im Trockner auf niedrigster Stufe. Geben Sie zum Aufbauschen der Füllung zwei bis drei Tennisbälle mit in die Trommel vom Trockner. Grundsätzlich können Schlafsäcke auch luftgetrocknet werden. Hängen Sie Schlafsäcke jedoch nicht auf, sondern lassen Sie sie liegend trocknen. Ein Standwäschetrockner bietet sich dafür an. Wenden Sie den Stoff regelmäßig und lockern Sie die Füllung auf, um Klumpenbildung zu vermeiden.

Verwöhnprogramm für die Füllung

Daunen sind von Natur aus mit einer dünnen Fettschicht ummantelt, die vor Feuchtigkeit schützt und verhindert, dass die Federn spröde werden. Kunstfasern sind meist in Silikon gehüllt. Diese schützenden Ummantelungen sollten vor allem bei einem Daunenschlafsack älteren Modells regelmäßig aufgefrischt werden. Im Handel können Sie spezielle Imprägnierungen für die Füllung erwerben. Beachten Sie die Herstellerhinweise zur korrekten Anwendung beim Daunenschlafsack.

Aufbewahrung

Nach Verwendung achten Sie darauf, das Produkt nur in vollständig getrocknetem Zustand zusammenzupacken. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollte in diesem Zustand zumindest nur der Transport des Schlafsacks erfolgen. Breiten Sie den Stoff zu Hause sofort zum Auslüften aus oder waschen Sie das Produkt, bevor er endgültig gelagert wird. Für den Transport ist der Kompressionspacksack sehr praktisch, jedoch belastet das Rollen und Falten die Füllung. Faser und Daune können brechen. Beschichtete Schlafsäcke sollten stets mit der Innenseite nach außen verpackt werden – so kann die Luft besser entweichen. Wenn der Schlafsack gerade nicht gebraucht wird, bewahren Sie ihn im lockeren und nicht komprimierten Zustand auf, um die Bauschkraft zu erhalten. Zur Lagerung empfehlen sich spezielle Aufbewahrungssäcke, alternativ gehen auch große Mesh-Säcke, großzügige Wäschenetze oder alte Kopfkissenbezüge.